Km 0 – Inicio
Wir beginnen diese erste Etappe mit dem Jakobs-Tor, traditioneller Zugang der Pilger, die
nach Roncesvalles wanderten- und von der UNESCO 1998 als Weltkulturerbe ausgezeichnet . Es
befindet sich im oberen Teil der Stadt und verbindet die Straßen „Chemin de St. Jacques“
und „Rue de la Citadelle“. Wir gelangen über diesen Pfad zu der historischen „Rue
d’Espagne“, indem wir eine Brücke über den Fluss Nive begehen, wo Händler und Handwerker
einst mit ihren Produkten Handel trieben. Mit dem Ende der Straße, verlassen wir die
ummauerte Stadt und, zur linken, die antike Zitadelle aus dem XVII. Jahrhundert, die sich
auf der Mendiguren- Erhöhung befinet. An diesem Punkt markiert ein Holzpfahl die erste
Angabe: „Chemin de Saint Jacques de Compostelle“, ebenfalls unter “Napoleon-Route”
bekannt. Wenn wir wieterhin diesen asphaltierten Pfad enlangwandern, gelangen wir an ein
wieteres Schild (gelb), das einen alternativen grün verzeichneten Weg zur rechten Seite
anzeigt: Die Route nach Arnéguy und Valcarlos. Dieser Weg ist besonders für Tage mit
widrigen Wetterbedingungen geeignet, da er weniger Steigung als die Napoleon- Route
aufweist (895 Meter). Bei Reisen während der Wintermonate ist diese Umleitung
empfehlenswert, um die Unfallgefahr aufgrund der in dieser Jahreszeit häufigen Schnee-und
Regenfälle, und des Nebels einzuschränken. Diese Verzweigung führt uns über asphaltierte
Straßen, an der Ortschaft Valcarlos vorbei, direkt nach Roncesvalles; Gemeinde in der
Carlomagno kampierte, nachdem die Schlacht von Roncesvalles seine Armee in Umfang
vermindert hatte.
Haben wir allerdings den napoleonischen Weg gewählt, beginnt hier die Schwierigkeit dieser
Etappe. Die Aufeinanderfolge von steilen Hängen bedarf einer ruhigeren Gelassenheit, um
diesen Abschnitt der Strecke zu meistern; empfehlenswert ist, die grüne Landschaft, die
sich uns offenbart, ohne Eile zu genießen. Nach circa fünf Kilometern bergauf, gelangen
wir an ein Dorf: Huntto. Ein geeigneter Ort um sich einen Moment auszuruhen, zu trinken
und eine Kleinigkeit zu essen, da weitere neunzehn Kilometer ausstehen. Wir verlassen dann
den Asphalt, um -erneut bergauf- über einen erdigen Weg auf einen Aussichtspunkt Kurs zu
setzen. Von dort aus können wir die hinterlegte Strecke übersehen und einen Ausschnitt des
“Códice Calixtino” genießen, der auf eimem Schild zu diesem Abschnitt des Weges Referenz
nimmt. Nur einen Kilometer weiter können wir uns bei dem “Refugio de Orisson” mit dem
Nötigen versorgen, da von dort an bis Roncesvalles keine weitere Möglichkeit dazu besteht.
Über vier Kilometer Strecke können wir uns an grünen, mit Manech- Schafen besetzten Wiesen
erfreuen (milch-gebende, der Pyrenäen typische Schafe, die uns während verschiedener
Abschnitte des Weges begleiten werden), und Wildpferde ersichten, um schließlich der
“Jungfrau von Biakorri” eine Opfergabe zu leisten. Tausende von Pilgern haben im Laufe der
Jahrhunderte diese Madonnen-Figur, Beschützerin der Hirten, mit einer Vielzahl an
Muscheln-und Blumen-Ketten behangen. Wenn wir die Valcarlos-Route als unsere Option
gewählt haben, können wir etwas weiter vorwärts über die Arnegi-Fährte nach rechts
abzweigen. Haben wir uns aber für dieselbe Route entschieden, verlassen wir den Asphalt
nach zwei Kilometern, vorbei an dem Schild: Roncesvaux/Orrega, (Km 15)- und bergab dem
“Collado de Bentarte” (Bergpass) zu. Nur sechshundert Meter weiter und querfeldein,
erreichen wir -zur unserer linken Seite- ein weiteres Denkmal, das „Thibault”-Kreuz, um
dann durch einen dichtbelaubten Buchenwald nach Benarte und dem “Roldán”- Brunnen
herabzusteigen. Wir sind schon der Grenze nahe und so wird es uns von einem großen
Monolithen angezeigt: Wir sind jetzt in Navarra. Im Anschluss nehmen wir eine Umleitung
nach rechts, an dem “Refugio de Izandorre” vorbei und erreichen den “Collado de Lepoeder”
(Bergpass) in einer Höhe von 1.430 Metern. Es empfiehlt sich, einen Moment lang die
beeindruckende Aussicht über das Tal zu genießen, es entfernen uns nur noch etwas mehr als
vier Kilometrer von unserem Ziel.
Mit Roncesvalles zu unseren Füßen, präsentieren sich uns erneut zwei Optionen: eine der
beiden kürzer, aber hügelig- die andere, längere, überquert den “Paso de Ibañeta”. Wenn
wir nach links abweichen, marschieren wir entlang des kürzeren Weges, der allerdings bei
Nebel und für diejenigen, denen das Gewicht des Rucksacks zu schaffen macht, nicht
empfehlenswert ist. So wandern wir direkt die restlichen dreieinhalb Kilometer bergab nach
Rocesvalles. Wenn wir aber den längeren und sicheren Weg wählen, schreiten wir vier
Kilometer bergab, und kommen an den Ort, wo die Legende die Roncesvalles-Schlacht
situiert: “Alto de Ibañeta”. Dieser Bergpass ist als die “Tür zu den Pyrenäen “ bekannt,
da er die spanische Halbinsel mit dem Rest des Kontinents verbindet. Nicht nur die Pilger
frequentierten diesen “Eingang”, sondern auch tausende von prähistorischen Siedlern,
Hirten, Kelten, Römern, Barbaren, Mohammedanern, napoleonischen Truppen, und derlei mehr
Wandersmänner überschritten diesen Millennial- Zugang über die Zeiten hinweg. Die “San
Salvador “-Kapelle gedenkt ebenfalls tausenden von Jahren Tradition, da sie ein Memorandum
eines ehemaligen Klostes aus dem XI. Jahrhundert darstellt; welches bereits den
mittelalterlichen Pilgern Hilfe bot. Zwischen Buchen und in Begleitung des Rauschens des
Flusses Otezul, erreichen wir den ersehnten Bergpass von Roncesvalles.
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