Km 0 – Inicio
Von dem Jakobsplatz aus, auf dem die Historiker versichern, dass der Apostel selbst
geprädigt hat, verlassen wir die groβe Stadt Logroño unter dem “Puerta del Camino”- Bogen
hindurch über die Straβen ”Ruavieja” und “Barriocepo”. Das “Tor des Weges” war einer der
ehemaligen Eingänge der Antiken Mauer, die den Stadtkern umfasste. Wenn wir im Sommer
reisen, werden die Temperaturen voraussichtlich sehr hoch sein, wir können uns also an
einem der vielen Brunnen, die uns erwarten, erfrischen; bevor wir die Geschäftsstraβe
”Marqués de Murrieta” erreichen. Nach circa einem Kilometer, nehmen wir die Straβe “Duques
de Nájera” nach links und lassen so das Getöse der Geschäfte hinter uns, um in die
Vegetation des Sankt Michael- Parks einzutauchen.
Wir spazieren im Schatten der Bäume einen angenehmen Weg entlang, um nach einigen
Kilometern einen zweiten Park zu erreichen, den “De la Grajera”. Dies ist der perfekte
Moment um am Rande des Stausees aus dem XIX. Jahrhundert und desselben Namens eine Pause
zu machen. Dieser wurde erbaut um das Wasser des Flusses Iregu anzusammeln und die
angrenzenden Gebiete zu bewässern; und so diesen Bereich in eine der wenigen Feuchtzonen
der Gemeinde zu verwandeln.
Nach diesem technischen Halt lassen wir den Stausee und seine “Aula didáctica de la
Grajera” (Einrichtung zum spielerischen Verständnis der Natur und Umwelt) hinter uns, und
ersteigen eine Strecke über einen Pfad im Schatten der Reben. Diese Mühe wird uns mit
einer herrlichen Aussicht über die ganze Stadt vergütet. Im Anschluβ marschieren wir an
einem Metallzaun entlang, von der Grajera herab in Richtung Navarrete, kreuzen die N-120
und gelangen wieder auf den Pfad zwischen Weingärten. Der berümte “Toro de Osborne” sieht
uns beim Überqueren der A-68 anhand einer Überführung zu; und wir befinden uns nur einige
Meter von Navarrete enfernt, die als “Künstlerisch- Historisches Ensemble” ausgezeichnet
wurde.
Wie wir dem Namen entnehmen können, wurde ihm diese Bezeichnung zugesprochen, weil es das
Grenzgebiet mit Navarra darstellte- strategisch situiert um den Monarchen Kastiliens des
XII. Jahrhunderts die Verteidigung ihres Territoriums zu ermöglichen. Wir nehmen die
“Calle de la Cruz” und erkennen bereits die “Iglesia de la Asunción” (Himmelfahrtskirche),
die in der Renaissance von Juan de Vallejo errichtet wurde. Im Anschluss durchqueren wir
diese Ortschaft entlang der Hauptstraβe der Altstadt “Calle Mayor Alta”, und kommen so an
den “Del Arco”- Platz; wo wir die Sraβe “Arrabal” nach links und zuletzt die “San Roque”-
Straβe geradeaus nehmen.
Hier sollten wir einen Halt machen, um die Reste des antiken Hospitals der Pilger “San
Juan de Acre“ zu sehen, eines der wichtigsten Monumente der romanischen Architektur in
ganz La Rioja. Zunächst ein Kloster, wurde es bald zu einem Hospiz und Hospital für
Pilger, die nach Santiago reisten. Es wurde im XIX. Jahrhundert zerstört: Heutzutage sind
nur das Portal un zwei Fenster erhalten geblieben, die als Eingang zum örtlichen Friedhof
dienen.
Wir nehmen erneut den Weg auf und gelangen über eine Strecke von circa einem Kilometer zu
der Genossenschaft “Vitivinícola de Sotes”; wo wir uns in Richtung dieser Ortschaft
begeben (nachdem wir eine kleine Landstraβe überquert haben). Hier können wir eine
kürzlich eröffnete Herberge, eine Apotheke und eine Cafeteria finden.
Wir kehren zur Original-Route des Weges und einer Strecke entlang der A-12 zurück. Etwas
weiter geradeaus wird uns ein Wegschild eine andere Ortschaft anzeigen- ein einhalb
Kilometer entfernt: Ventosa. Wie im vorherigen Fall, befindet sich diese auβerhalb des
ursprünglichen Verlaufs des Jakobsweges; wir können aber auch hier eine Herberge und
verschiedene Cafeterias finden, und hätten ebenfalls die Möglichkeit die “San Saturnino”-
Kirche aus dem XVII. Jahrhundert zu besichtigen. Wenn wir entscheiden, die Abzweigung
nicht zu nehmen, marschieren wir weiter geradeaus und überqueren die Landstraβe LR-341. Im
Anschluss ergeben sich verschiedene steinige Wegstrecken.
Fast ohne es zu bemerken, ersteigen wir die “San Antón”- Berghöhe (alto), von wo aus wir
das lehmige “Valle de Najerilla”(Tal) überblicken können: Wir sind hier etwas mehr als
zwanzig Kilometer von Nájera weit entfernt. Wir marschieren bergab, lassen die Kellerei
“Dinastía Vivanco” hinter uns und kreuzen die N-120 anhand einer unterirdischen Passage.
Wir gehen weiterhin den Weg entlang und ersehen zu unserer linken Seite die “San Lorenzo”-
Berghöhe in der “Sierra de la Demanda”; die höchste Bergspitze ganz La Riojas mit ihren
2.271 Metern. Wir gelangen an eine Anhöhe, wo eine der bekanntesten Geschichten des
Jakobsweges ihren Platz findet: Der Streit zwischen Roldan und dem Riesen Ferragut am
Hügel “Poyo de Roldan”. Der legende nach wohnte im Schloss von Nájera ein kräftiger und
immenser Riese, der von Goliat abstammte. Eines Tages, als der Riese am Tor seines
Schlosses saβ, sichtete Roldan ihn vom Hügel aus und schleuderte ihm einen Stein von
erheblichem Gewicht zu (2 Arroba/ circa 22Kilo). Dieser schlug an der Stirn Ferraguts ein
und legte ihn nieder.
Wir marschieren weiter einen Pfad entlang, der an der Brücke über den Fluss Yalde beginnt,
und gelangen ein einhalb Kilometer weiter an den Erholungspark “Poema del Camino”. Wenn es
uns beliebt, können wir in einem seiner Schatten eine Pause machen um anschlieβend den Weg
nach Nájera fortzusetzen. Dazu müssen wir erneut die N-120 überkreuzen; auch hier finden
wir keinen Fußgängerübergang. Über die Avenidas “De Logroño” und “San Fernando” erreichen
wir den Fluss “Najerilla” und überqueren ihn, um über den Pfad entlang seines Ufers zur
Herberge (auf der linken Seite) zu gelangen. Hier beenden wir unsere heutige Etappe.
Lokale Informationen
Polizei, medizinische Versorgung, Sehenswürdigkeiten, Restaurants…