Km 0 – Inicio
Die Stadt zu verlassen wird nicht so bequem und fließend sein, wie unsere gestrige
Ankunft. Wir fahren entlang der Straße „Gil y Carrasco“ an der Burg der Tempelritter
vorbei; einem Punkt, an dem sich die Wege für Radfahrer und zu Fuß gehende Pilger
vorübergehend trennen. Letztere werden nach links abbiegen; während diejenigen, die mit
dem Fahrrad unterwegs sind, rechts abbiegen müssen- und so an den „Virgen de la Encina“-
Platz gelangen. Dann biegen wir nach links ab, der „Rañadero“- Straße zu; und nähern uns
dem Fluss Sil, den wir überqueren, nachdem wir die „Avenida de la Puebla“ entlangspaziert
sind. Am anderen Ufer biegen wir rechts ab und erreichen über die Straße „Urdiales“ die
„Avenida de las Huertas del Sacramento“, und später die Straße „Libertad“. Auf diese Weise
kommen wir ins „Compostilla“- Viertel, das seinen Namen der engen Verbindung dieser Gegend
mit dem Jakobsweg verdankt.
Wir verlassen dieses Viertel, das fast ausschließlich von der Firma „Endesa“ für die
Arbeiter des ehemaligen Wärmekraftwerks Compostillas entworfen wurde; nachdem wir einige
Tennisplätze und ein Fußballfeld hinter uns gelassen haben. Wir nehmen eine asphaltierte
Straße und, nachdem wir den Verkehr der N-VI anhand eines Tunnels vermeiden konnten,
erreichen wir die Sankt Stefan- Kirche in Columbranos.
Nachdem wir einen Fußgängerüberweg überquert haben, eröffnet sich uns der Stadtkern dieser
Ortschaft, die zum Gemeindebezirk Ponferrada gehört. Bevor wir uns von ihr verabschieden
und uns mit Weinreben und Grün wiedervereinen, kommen wir an der Kapelle „San Blas y San
Roque“ vorbei, und folgen dem Pfad zwischen landwirtschaftlichen Grundstücken bis Fuentes
Nuevas; eine andere kleine Ortschaft, in der wir ebenfalls das eine oder andere Lokal
finden und eine kurze Pause machen können.
Nach nur anderthalb Kilometern treffen wir auf eine weitere kleine Gemeinde, die ehemalig
in zwei verschiedene Orte dividiert war: Campo und Nayara. Hier können wir einige der
Produkte mit Ursprungsbezeichnung der Region des Bierzo probieren, wie zum Beispiel
Paprika oder Wein, der aus ihren fruchtbaren Reben gewonnen wird. Wir verabschieden uns
von Camponaraya und überqueren die Autobahn A-6 mit Cacabelos im Blickpunkt.
Nachdem wir den Nebenfluss vom Sil -den Fluss Cúa- überquert haben, finden wir die
Weihestätte „De la Quinta Angustia“ (Seelenqual), ganz in der Nähe der Pilger- Herberge
dieses kleinen Ortes. Nach dem Abstieg von Camponaraya, müssen wir jetzt wieder bergauf
steigen, und parallel zur Nationalstraße nach Pieros wandern; wo sich uns zwei Optionen
bieten, um unser heutiges Ziel zu erreichen. Wir erreichen eine Kreuzung, direkt am Gipfel
des Pieros: Hier zeigt uns ein gelber Pfeil eine Abzweigung nach rechts, die nach
Valtuille de Arriba führt- auf bequemen von Weinbergen umgebenen Wegen, die allerdings dem
ursprünglichen Verlauf (der Nationalstraße entlang) ein paar Meter hinzufügen. Wenn wir
geradeaus weitergehen, müssen wir einige Meter weiter rechts auf einen Schotterweg
ausweichen, der uns schließlich nach Villafranca del Bierzo führt.
Nachdem wir an einem bekannten Bildhauerei- Studio vorbeigekommen sind, können wir die
Jakobskirche besuchen, die für ihre „Puerta del Perdón“ (Tor der Vergebung) berühmt ist.
Dieses Eingangs- Tor wird nur in den Jakobinischen- Jahren geöffnet, wie das der
Kathedrale von Santiago; und bietet so denjenigen Pilgern, die aus gesundheitlichen
Gründen die Stadt Compostela nicht erreichen können, die Möglichkeit am Jubiläum
teilzuhaben.
Lokale Informationen
Polizei, medizinische Versorgung, Sehenswürdigkeiten, Restaurants…