Km 0 – Inicio
Wir durchqueren das Stadtgebiet Zuribis und verfolgen unsere eigenen Schritte zurück zur
“Tollwuts- Brücke” (Puente de la Rabia). Ist diese einmal überquert, verabschieden wir uns
von dieser Örtlichkeit, um einen neuen Tag auf dem Weg anzugehen. Über eine Stadtstraβe
gelangen wir an die Magna-Fabrik, die Magnesit des unter ihr liegenden Vorkommens
extrahiert. Wir gehen um die Fabrik herum und lassen sie mit ihrem Lärm hinter uns;
steigen eine kleine Treppe hinab auf einen steinernen Weg, und wieder der Natur und dem
Flussufer zu. Der Arga wird uns an eine kleine Ortschaft geleiten: Ilarraz. Hier können
wir uns etwas erfrischen und unsere Feldflasche mit Brunnenwasser füllen. Nur achthunder
Meter weiter kommen wir an ein weiteres kleines Dorf, namens Eskirotz.
Erneut wird uns der Fluss auf unserem Weg bis zum nächsten Halt begleiten: Larrasoaña;
eine Gemeinde, die im X. Jahrhundert um das Kloster „San Agustín de Larrasoáin“ errichtet
wurde. Die Route geht zwar an dem Dorf vorbei, aber wir müssen nur die “Banditen-Brücke”
überqueren, um es besichtigen zu können. Ganz im Gegenteil zum Altertum, werden wir keinen
als Pilger verkleideten Verbrechern begegnen, die uns überfallen und ausplündern könnten.
Auch mit den sogenannten “malditos agotes” nicht: Eine gewerbebetreibende Minderheit, die
über mehr als acht Jahrhunderte hinweg unter wirtschaftlicher- und Rassen-Diskriminierung
in dieser Gegend gelitten hat.
Haben wir von Anfang bis Ende diese Ortschaft durchquert, werden der “Caserío de Akerreta”
(Gehöft: heute in ein ländliches Hotel verwandelt) und die Kirche der “Transfiguración”
uns von der Höhe aus begleiten. Wir marschieren eine Strecke weiter, kreuzen die
Landstraβe und kommen wieder an unseren treuen Reisegefährten, den Arga. Wir können von
hier aus in der Ferne die Zuriain-Brücke sehen, wo wir uns schlieβlich eine Weile in der
nahestehenden Herberge oder der Cafeteria ausruhen können.
Bevor wir auf die nächste Ortschaft namens Irotz stoβen, müssen wir das Flussufer
verlassen, um eine kurze Strecke die N-135 entlangzumarschieren. Unter dem Blick des Monte
Iturratx, werden wir von Irotz und ihren Häusern aus unbearbeitetem Sandstein willkommen
geheiβen; und können auf einer der vielzähligen Bänke eine Pause Im Schatten machen.
Hervorzuheben sind der speziell auf Pilger ausgerichtete “Horno de Irotz”, die kleine
Sankt- Peter- Kirche und die romanische Brücke, die wir jetzt überqueren. An diesem Punkt
müssen wir eine Entscheidung bezüglich zweier Optionen, die sich hier ergeben, treffen:
Eine wird uns nach links am Fluss entlang und über einen schmalen Pfad bis nach Huarte
führen. Die andere bringt uns geradeaus direkt nach Arre. Die erste Route ist zwar etwas
länger, weist allerdings weniger Unebenheiten auf. Beide vereinigen sich wieder nach
einigen Kilometern. Wählen wir die traditionelle Alternative (die Route geradeaus), wird
uns ein abfallender Pfad dem “Señorío de Arleta” entgegenbringen. Dieser antike Herrensitz
ist praktisch seit dem XV. Jahrhundert unbewohnt, die Überreste des ehemaligen Schlosses
und des Original-Weges sind aber bis zum heutigen Tag erhalten geblieben.
Anhand einer unterirdischen Passage werden wir entlang des Esteribar-Tales an eine
mittelalterliche Brücke gelangen, die den Fluss Ultzama überquert. Wir werden dann, dank
der “Ermita de la Trinidad de Arre”, deren romanische Apsis noch heutzutage erhalten
geblieben ist, ins XIII. Jahrhundert eingeladen. Diese befindet sich zwischen der
Pilger-Herberge und einer Säulenhalle (pórtico), die als Unterhalt für ein Privat- Haus
dient.
Wir gehen die letzte Strecke für heute an: In Richtung Villava, über ihre Hauptstraβe; wo
wir ebenfalls eine Pilger-Herberge finden werden. Geradeaus verlassen wir dann das Dorf
und verabschieden uns von dem Geburtsort Miguel Indurains (spanischer Radsportler), indem
wir die Landstraβe überqueren. Unser nächster Halt ist Burlada, fünfter Gemeindebezirk
bezüglich der Bevölkerungsdichte Navarras; die uns jede Dienstleistung, die wir benötigen
könnten, bietet. Wir kommen an verschiedenen Villen und geblümten Gärten vorbei, und
biegen an einer Autowerkstatt nach rechts ab, überqueren einen Zebrastreifen und weichen
einige Meter weiter noch einmal nach rechts aus (Boden-Signalisierung). Anschlieβend
nehmen wir einen Spazierweg nach links und gelangen so an die Stadtgrenze.
Ein einhalb Kilometer weiter finden wir wieder den Fluss Arga vor, die Brücke der
Magdalena wird uns dieses Mal das Überqueren erleichern; links davon finden wir die
Herberge “Casa Paderborn”. Gegenüber befindert sich die Hochburg “Baluarte de Nuestra
Señora de Guadalupe”, diese präsidiert eine Zugbrücke und das “Portal de Francia”; welches
zum Gedenken des carlistischen Soldaten Tomás de Zumalacárregui auch seinen Namen trägt.
So gelangen wir an die Straβe “Del Carmen”, wo ebenfalls eine Herberge vorzufinden ist. Am
Ende der Straβe biegen wir nach links in die “Calle de la Curia” ab, und anschlieβend
wieder nach rechts entlang der “Compañía“- Straβe, womit auch die dritte Etappe beendet
wäre. Es ist der Moment, um uns angesichts der nächsten auszuruhen.
Lokale Informationen
Polizei, medizinische Versorgung, Sehenswürdigkeiten, Restaurants…