Wir verlassen Deba über die Flussmündung, die wir überqueren, um zur Autobahn nach Mutriku
zu gelangen. Die Radfahrer müssen ihrem Verlauf weiterhin folgen, um den Endpunkt dieser
Etappe zu erreichen. Der Rest der Pilger biegt etwas weiter vorn links ab, und kommt so an
einen aufsteigenden Pfad. Wir werden den Asphalt bald wieder verlassen, um über von Bäumen
umgebene Erdwege und zwischen mehreren für dieses Gebiet typischen Weilern die Route
fortzusetzen. Obwohl es etwas mehr als eineinhalb Kilometer bergauf sind, werden uns die
Ruhe des Waldes und die Aussicht belohnen. Nachdem wir an einigen Telefonantennen
vorbeigekommen sind, überqueren wir eine Landstraße, um die „Calvario“- Kapelle zu
erreichen. Im Schatten und mit dem erfrischenden Wasser eines etwas schüchternen
Springbrunnens, der sich hinter einer Mauer versteckt hält, können wir einen kurzen Halt
einlegen, um später in Richtung Olatz weiterzuwandern.
Wir kehren zum Asphalt zurück, und überqueren die GI-3330 ein Stück weiter nach einem
„Asador“ (Grill). So kommen wir auf einen umzäunten Landweg. Wir werden erneut die Straße
überqueren, um über Asphalt, und in Richtung der Pfarrgemeinde Olatz in Mutriku, den Weg
fortzusetzen. Die Route bringt uns an eine kleine Wallfahrtskapelle zu Ehren von „San
Isidro“, von wo aus wir einen asphaltierten, aufsteigenden Weg nehmen. An der ersten
Kreuzung müssen wir geradeaus weiter gehen; an der nächsten biegen wir nach links ab, und
gelangen so an eine noch steilere Bergauf- Strecke als die vorherige. Wir verabschiedeten
uns von der Gesellschaft des Flusses Anu und beginnen den Anstieg – wieder an einem Weiler
vorbei- um den „Collado de Arnoate“ (Bergsattel) zu erreichen, der bereits in Bizkaia
liegt. Auf der Höhe eines Brunnens, an dem die meisten Pilger nach dem schwierigen Anstieg
Halt machen, biegen wir rechts ab, um uns der nächsten Herausforderung des Tages zu
stellen: ein weiterer steiler Hang.
Wieder kommen wir an einigen Weilern (Sakoneta, Arzorinzabal und Amulategi) vorbei, und
gleich auf der Höhe des letzteren, biegen wir links ab und gehen so dem steilsten Hang
dieser Tagesroute entgegen. Mit dem „Artibai“- Tal im Blickpunkt, nehmen wir jetzt den
schwierigen Abstieg auf, wobei uns auch die Beschaffenheit des Bodens zu schaffen machen
kann. Weiche Wiesen werden uns am Ende dieses Abschnitts empfangen, vorher kommen wir aber
in das „Arretxinaga“- Viertel, das für die Sankt Michael- Wallfahrtskapelle bekannt ist.
Diese aus dem XVIII. Jahrhundert datierende Kapelle, die auf einem anderen, mindestens
vier Jahrhunderte alten Tempel erbaut wurde, befindet sich direkt im Herzen des Tals. Ihre
Konstruktion zeichnet sich durch wenig bearbeitete Steine sowie durch die drei riesigen
Felsenblöcke aus, die sich gegenseitig stützen und eine Art innere Kapelle bilden. Im
Zentrum dieser Zusammenstellung befindet sich eine Figur des Erzengels Michael, die von
diesen mindestens vierzig Millionen Jahre alten Monolithen geschützt wird. Ebenfalls in
der Nähe befindet sich das „Barroeta“- Turmhaus, das aus dem XVI. Jahrhundert datiert und
seit dem Mittelalter einer Familie gehört, die in der Geschichte dieses Gebiets eine
wichtige Rolle spielte. Es war auch Zeuge von Ereignissen großer Bedeutung, wie die Geburt
des Großvaters von Königin Fabiola von Belgien.
Nach diesem kurzen Halt wandern wir weiter in Richtung des Flusses Urko, den wir bis zur
„Arretxinaga“- Allee zweimal überqueren werden. Danach biegen wir links in die „Artibai“-
Straße und dann rechts in die „Osteko“- Straße ein. Wir haben die Herberge des Ordens der
Karmeliter- Väter erreicht, und somit das Ende dieser schönen, aber mühsamen Etappe. Die
Stadt Markina / Xemein gilt als sogenannte Universität der „Pelota“ (Rückschlagspiel), da
viele der weltbesten baskischen „Pelota“- Spieler von hier stammen.