Km 0 – Inicio
Wir lassen Carrión de los Condes hinter uns, indem wir eine Brücke überqueren, und
gelangen so ohne Verzug an das “Monasterio de San Zoilo” (Kloster) in der Umgegend dieser
Ortschaft. An der rechten Seite des Klosters wird uns ein Steinmal den Jakobsweg anzeigen.
Wir überqueren ein Rondell und gehen geradeaus weiter die “Avenida de Donantes” entlang.
Wir müssen zunächst die N-120 überqueren, um dann die PR-2411 über etwas mehr als drei
Kilometer bis nach Villotilla entlang zu wandern (links der Fahrbahn). Bevor wir auf die
“Vía Aquitania” kommen, können wir die Reste der “Abadía de Benevívere” auf der rechten
Seite erahnen: Ein vom XII. Jahrhundert datierendes Kloster, das nach der Säkularisierung
von Mendizábal zerstört wurde. Einige Meter weiter betreten wir bereits die famose
Römerstraβe; welcher wir über etwas mehr als zehn Kilometer ohne Schatten und Schutz
folgen. Im Mittelalter konnten die frommen Wanderer sich in einem der existierenden
Pilger- Hospitale ausruhen und Kräfte sammeln. Da uns aber heutzutage diese Möglichkeit
leider nicht geboten wird, müssen wir diese Strecke mit Ruhe und viel Geduld meistern.
Wir kommen an einem Rastplatz vorbei, der über keinen Brunnen verfügt, und gehen weiter
bis zu einer Kreuzung. Bevor wir diese erreichen, finden wir hier in der Hochsaison eine
“Ambulante Schnellgaststätte“, die uns wie eine Oase in der Wüste erscheint. Einige
Kilometer weiter erinnert uns ein Schild daran, dass wir uns in der bekannten “Cañada Real
Leonesa“ befinden, eine der wichtigsten Routen des Weidenwechsels (Transhumanz) der
Iberischen Halbinsel.
In Begleitung der Pappeln müssen wir weitere vier Kilometer marschieren um an die erste
Berghöhe des Tages zu gelangen: Calzadilla de la Cueza, wo wir etwas essen und Proviant
kaufen können. Wir umgehen später diese Ortschaft an ihrer linken Seite entlang bis zu
einer Kreuzung der N-120. Diese gehen wir rechts entlang bis wir auf einen parallelen Weg
gelangen. Dieser führt uns bis zu dem antiken Kloster “Santa María de las Tiendas“, auch
als “Hospital del Gran Caballero“ bekannt. Dieses wurde von dem Jakobus- Orden im XII.
Jahrhundert errichtet, und ermöglichte den späteren Bau des Klosters. Es wurde bis ins
XIX. Jahrhundert betätigt, und verfiel letztlich im Laufe der Zeit.
Wir betreten jetzt den Asphalt, um erneut zum der Nationalstraβe parallelen Weg zu
gelangen; und gehen diesen bis zu einem Rastplatz entlang. Hier haben wir zwei Optionen:
An der Nationalstraβe entlang bis nach Lédigos zu marschieren (wir müsssen in dem Fall die
Straβe überqueren und eine Abzweigung nach rechts nehmen) oder diese zu verlassen, und
über einen Weg bis zu einer Pfarrkirche zu kommen (wir müssen im zweiten Fall nach dem
Rastplatz links abbiegen). Beide Optionen weisen circa dieselben Kilometeranzahl und
Schwierigkeitsgrad auf.
In Lédigos können wir den Tempel besuchen, in dem der Apostel Jakobus in seinen drei
Verkörperungen verehrt wird: Der Pilger, der Apostel und der “Matamoros” (Verfechter
Spaniens gegen die Mauren). Viele Pilger entscheiden, in dieser Ortschaft zu übernachten,
da sie über zwei Herbergen Verfügt. Von dieser Berghöhe aus, können wir bereits das Ziel
dieser Etappe ersehen: Terradillos de los Templarios; in nur etwas mehr als drei Kilometer
Entfernung. Dieser Ort steht in nahem Zusammenhang mit dem Orden der Tempelritter,
auβerdem soll hier die “Henne mit den goldenen Eiern“ begraben sein.
Lokale Informationen
Polizei, medizinische Versorgung, Sehenswürdigkeiten, Restaurants…