Km 0 – Inicio
Wenn wir die Nacht in A Fonsagrada verbracht haben, müssen wir die Schnellstraße nach Lugo
nehmen, um nach San Xoán de Padrón zu gelangen, wo sich die städtische Herberge befindet.
Nach einer kurzen Abzweigung kehren wir zur Straße zurück und überqueren diese ein Stück
weiter vorn. Dort nehmen wir einen Pfad auf der linken Seite in Richtung der „Fonte do
Pastizal“ (Brunnen). Über Wege, die von einheimischer Vegetation umgeben sind, wechseln
wir vom Asphalt auf erdige Pfade, und nähern uns so dem Dorf Vilardongo. Wir kehren am Ort
Pedrafitelas zur LU-1906 zurück und folgen -immer parallel- dem Verlauf dieser Straße.
Während dieser Route erhalten wir einige schöne Ausblicke auf die „Serra do Hospital“ und
Montouto, dem wir uns nach und nach nähern werden. Wenn wir diese Ortschaft verlassen,
müssen wir an einer Gabelung nach links abbiegen und einen aufsteigenden Pfad nehmen, der
uns zum Hospital von Montouto führt; einem sehr wichtigen Spital für die Pilger, die von
Asturien entlang des primitiven Weges kamen. Dieses antike Hospital wurde im XIV.
Jahrhundert von König Pedro I von Kastilien -auch als “ der Grausame“ bekannt- gegründet
und wechselte im Laufe der Jahrhunderte seinen Standort. Es wurde auf Befehl des ebenfalls
berühmten Monarchen Carlos II, „Der Verzauberte“, einer wichtigen Reform unterzogen, bei
der neue Elemente wie eine Kapelle, eine Krankenstation und sogar ein Gemüsegarten in den
Bau einbezogen wurden. In der Nähe der Überreste dieses Pilger- Krankenhauses können wir
auch ein mit Felsgräbern bestücktes Feld, auf Galicisch „mámoas“ sehen: tausendjährige
Steine, die zu Ehren der dort begrabenen Toten die Probe der Zeit bestanden haben. Wir
stehen vor einer Oase der Ruhe und des Friedens, vielleicht etwas von der Nähe der
Windtürme gestört. Wir setzen unseren Weg fort, indem wir von über dreihundert Metern Höhe
auf ungefähr fünf Kilometern Bergab- Strecke herabsteigen: über einsame, aber unglaublich
schöne Pfade, immer umgeben von Kiefern und der weitreichenden hiesigen Vegetation. Die
nächste Pfarrgemeinde, durch die uns diese Etappe führt, ist Paradavella, in der sich das
eine oder andere Lokal befindet, in dem man vorübergehend haltmachen und Kräfte tanken
kann. Wir folgen jetzt der LU-630, um fast unmittelbar nach dem Verlassen dieser
Pfarrgemeinde einen aufsteigenden Pfad auf der rechten Seite zu nehmen. Wenn das Wetter
besonders regnerisch ist, kann sich diese Strecke als recht kompliziert erweisen, da sie
oft verschlammt, und mit Leichtigkeit überschwemmt wird. In diesem Fall kann man diese
Strecke entlang der Straße nach A Calzada bewältigen. Von hier aus beginnen wir den
Abstieg, nachdem wir die Straße in Richtung A Degolada und O Couto überquert haben;
zunächst entlang eines asphaltierten Weges und dann auf verschiedenen Pfaden, die von
Bäumen und schließlich von Steinmauern umgeben sind.
Wir stellen uns jetzt der sogenannten „Costa do Sapo“ (Aufstieg) bis A Lastra. Es handelt
sich um einen sehr komplizierten Abschnitt, nicht aufgrund seiner Länge, sondern wegen der
Bergauf- Strecken, die wir bewältigen müssen, und der Bodenbeschaffenheit. Wenn wir den
Gipfel erreichen, können wir für einen Moment Kräfte schöpfen, um im Anschluss weiter
aufzusteigen und den Gebirgspass von A Fontaneira zu erreichen. Wieder einmal lassen wir
die Schnellstraße beiseite, um auf einen von Kiefern begleiteten Pfad nach links
einzubiegen. In der Ruhe dieser Gegend und ihrer üppigen Natur werden wir unsere
Anstrengungen belohnt wissen. Wir werden über die Schnellstraße nach Fontaneira und an
seine dem Apostel Jakobus gewidmeten Kirche gelangen. Es erwarten uns noch ungefähr fünf
Kilometer abwechselnde Abschnitte entlang der Straße und erdiger Wege. Kurz nachdem wir
den Marsch aufnehmen, werden wir den sogenannten „Campo da Matanza“ des „Concello“ Baleira
durchqueren. Dieses Gebiet verdankt seinen Namen einer angeblichen Schlacht zwischen den
Armeen Alfonso II, „des Keuschen“ und den muslimischen Invasionstruppen. Neuere
Ausgrabungen haben diese Theorie bestätigt, da Rüstungen und menschliche Überreste
gefunden wurden. Nach weiteren fünf Kilometern erreichen wir O Cádavo, dem Ende der
heutigen Etappe: mit einer Herberge und allen Einrichtungen ausgestattet , die wir
benötigen könnten.
Lokale Informationen
Polizei, medizinische Versorgung, Sehenswürdigkeiten, Restaurants…